Nacktheit, Sex, Gewalt - immer wieder gibt es Filme, die mit ihren Bildern Kritiker und Zuschauer schockieren, Grenzen überschreiten, sich über Moral und Ästhetik hinweg setzen und so den Status eines "Skandalfilms" erlangen. Wie weit darf Filmkunst gehen? Skandalfilme im Überblick.
Sorgte noch 1950 die unbekleidete Hildegard Knef in " Die Sünderin" für eine Welle der Empörung und für wohl gefüllte Kinokassen, so braucht es heute viel mehr als eine Nackte, damit ein Film tatsächlich Aufsehen erregt:
Jüngstes Beispiel ist der Film " The Brown Bunny" von und mit Vincent Gallo. In diesem - eigentlich harmlosen - Roadmovie gibt es eine Szene, in der Gallo mit Co-Star Chloë Sevigny Sex hat. Sevigny als "Daisy" befriedigt darin Gallo als "Clay" mit dem Mund.
Um den Film zu promoten, wurde am Sunset Boulevard in Los Angeles ein Riesenplakat platziert. Darauf zu sehen: die Oralverkehr-Szene. Zwar nur unscharf und angedeutet, aber genug, um im prüden Amerika die Zensur auf den Plan zu rufen. Statt der gebuchten vier Wochen musste das Plakat bereits nach wenigen Tagen wieder entfernt werden. Gallo selbst steht hinter der Billboard-Darstellung als Künstler und meint, dies sei "seine Vorstellung von einer schönen Anzeige". "The Brown-Bunny" hatte 2003 in Cannes bereits für einiges Aufsehen gesorgt.
Genau wie " Irreversibel" mit Monica Bellucci: dieser Film sorgte bei den Filmfestspielen 2002 in Cannes dafür, dass einige Zuschauer in Ohnmacht fielen. Andere verließen angewidert das Kino. Grund dafür ist eine brutale Vergewaltigungsszene, die quälend lange neun Minuten dauert. Das Opfer im Film: Monica Bellucci.
Die Grenzen dessen, was erlaubt ist, werden immer weiter gezogen: Gewaltdarstellungen werden drastischer, Liebesszenen eindeutiger.