Das von Epic Games für eine Vielzahl an Spielen zur Verfügung gestellte Grafikgerüst Unreal Engine 3 soll schon bald abgelöst werden.
Viele Spielehersteller greifen für ihre Entwicklungen auf
vorgefertigte Gerüste für Spielegrafik, Sound und Physik zurück. Zu
den wohl erfolgreichsten Vertretern gehört die Unreal Engine 3 von
Epic Games, die plattformübergreifend in unzähligen Titel
Verwendung findet. Seit 2006 setzen nicht nur die hauseigenen
Spiele wie Unreal Tournament oder Gears of War auf diese
Schnittstelle, sondern auch Blockbuster anderer Hersteller wie
Batman: Arkham City, Mass Effect, Infinity Blade oder BioShock.
Trotz einiger Detailverbesserungen ist die Unreal Engine 3
langsam in die Jahre gekommen, entsprechend limitiert sind auch die
Möglichkeiten der Spieleentwickler. Hier will Epic Games mit der
Unreal Engine 4 für Abhilfe sorgen, die noch in diesem Jahr
präsentiert werden soll. Firmenchef Mark Rein verspricht eine „
schockierende“ Wirkung. Ob er damit die grafische Leistung oder die
Auswirkung der Engine auf die Branche meint, ist unklar.
Auch die Unreal Engine 4 dürfte für den Einsatz auf
unterschiedlichen Plattformen ausgelegt sein, also künftig in
Spielen auf PC, Konsolen, Smartphones oder Tablets Verwendung
finden. Ob jedoch auch die mittlerweile betagten Spielkonsolen von
Microsoft und Sony oder erst deren Nachfolger mit der neuen Engine
betrieben werden können, ließ Rein offen.