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Viel nackte Haut gegen blutige Tradition

05.07.2009 - 22:00 Uhr
Viel nackte Haut gegen blutige Tradition
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Viel nackte Haut gegen blutige Tradition

Tierschützer protestieren publikumswirksam gegen die traditionelle Stierhatz im nordspanischen Pamplona. Die Aktivisten machen nackt auf sich aufmerksam und fordern ein Ende des grausamen Blutvergießens.

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"Blut, Folter und Tod" hieß es auf den Transparenten der Demonstranten, die sich gegen das traditionell am 6. Juli beginnende blutige Spektakel in der nordspanischen Provinzhauptstadt richteten. Die Tierschutzorganisationen "PETA" und "Animas Naturalis" hatten zu einer publikumswirksam inszenierten Kundgebung mit viel nackter Haut und roter Farbe aufgerufen.

Mehrere Dutzend Tierschützer waren hierbei am vergangenen Sonntag halbnackt oder in Unterwäsche und mit Kunstblut beschmiert in Aktion getreten, um gegen die grausame Kulturtradition der Stierhatz zu protestieren.

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Bei der Hatz werden bis einschließlich 14. Juli insgesamt sechs Kampfstiere durch die engen Altstadtgassen bis in die Arena getrieben. Gehetzt und völlig erschöpft, erwartet die Stiere in einer Arena dann der sichere Tod durch die Toreros. Die Stiere werden auf dem Weg zur Arena traditionell von jungen Waghalsigen "mozos" begleitet, die vor den Stieren herlaufen. Dabei kommt es auch regelmäßig zu schweren Verletzungen der Teilnehmer. Seit 1924 wurden bereits 14 Läufer getötet.

So waren auch beim ersten Lauf am Morgen mehrere Menschen zumeist leicht verletzt worden. Vier Teilnehmer mussten mit Platzwunden und Gehirnerschütterungen im Krankenhaus behandelt werden. Die Hatz dauerte dabei gerade mal zweieinhalb Minuten. Dank einer Überfüllung der Straßen stolperten mehrere Teilnehmer und wurden von den bis zu 600 Kilogramm schweren Stieren überrannt.

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Zu den "204 Stunden Fiesta ohne Pause" werden jedes Jahr eine Million Touristen aus aller Welt erwartet. Zu besonderem Ruhm war das traditionelle Spektakel unter anderem Dank des Romans "Fiesta" von Ernest Hemingway gelangt.


Die Tierschutz-Aktivisten, die aus mehreren Ländern angereist waren, erhoffen sich mit ihren Protesten ein Ende der alljährlichen Tierquälerei. In Übereinstimmung mit dem Deutschen Tierschutzbund wird zudem das Sterben von über 30.000 Tieren jährlich bei Stierkämpfen in Spanien angeprangert.

Quelle: freenet.de
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