In den USA ist ein Werbespot für XL-Dessous verboten worden, weil er angeblich zu sexy fürs TV ist – der Hersteller ist empört.
Für Aufsehen sorgt derzeit die Entscheidung zweier US-TV-Sender, einen Dessous-Werbespot nicht auszustrahlen. In dem Clip des Unterwäsche-Herstellers “Lane Bryant” sieht man das Übergrößenmodel Ashley Graham in sexy XL-Dessous. Die dralle Schönheit räkelt sich auf einem Bett, betrachtet sich und ihre Kurven ausgiebig im Spiegel und verlässt schließlich das Haus, bekleidet nur mit den besagten Dessous und einem Mantel.
Video: TV-Werbung mit kurvigem Model zu sexy für die USA?
Der Spot sollte eigentlich in einer Werbepause der Familienshow “Dancing with the Stars” erstmals gezeigt werden. Doch sowohl der Sender ABC als auch FOX lehnten eine Ausstrahlung ab. Begründung: Das Dekolleté des Models sei zu üppig, um während der Hauptsendezeit über den Bildschirm zu flimmern.
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Im Grunde alles schön und gut, sind die Amerikaner doch nicht gerade für ihren entspannten Umgang mit nackter Haut bekannt. Interessant ist allerdings, dass andere Unterwäsche-Werbung durchaus auch vor 22 Uhr und während des Familien-Programms ausgestrahlt wird. So zum Beispiel die nicht minder freizügigen Spots der Dessous-Firma “Victoria’s Secret“.
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Einziger Unterschied zu der jetzt verbotenen XL-Werbung scheint zu sein, dass das Model bei “Lane Bryant“ üppige Rundungen hat, während die “Victorias’s Secret”- Damen teilweise schon als mager gelten könnten. Daher wittern viele in dem Verbot auch handfeste Diskriminierung von ABC und FOX gegen üppigere Frauen. In einem Statement von “Lane Bryant“ heißt es hierzu: “Das sind die Sender, bei denen verzweifelte Hausfrauen jeden Mann verführen und man Bart Simpsons nackten Hintern öfter sieht als den Mond. Das ist doch Doppelmoral pur!“